Eine Katze kommt ins Haus - welche Grundausstattung brauche ich?

Welche Grundausstattung braucht die Katze in ihrem Zuhause?

Eine Katze kommt ins Haus - welche Grundausstattung brauche ich?

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Juchu! Deine Katze zieht bald bei dir ein und wird dein Leben nun ungemein bereichern!

Vermutlich ist dein Kätzchen 12 Wochen alt oder älter, wenn es zu dir kommen wird. Im Idealfall ist es bereits gut sozialisiert, gesund und munter – und du bist voller Vorfreude auf den großen Tag! Bestimmt hast du dir auch schon Gedanken darüber gemacht und auch eine Entscheidung getroffen, ob du deiner Katze nach ein paar Wochen Eingewöhnungszeit Freigang gewähren wirst oder ob du ihr lieber eine artgerechte Wohnungshaltung bieten möchtest.

Egal, ob Freigänger oder Wohnungshaltung – alle Katzen brauchen ja eine gewisse Grundausstattung, um sich in ihrem Zuhause wohlzufühlen, und vermutlich hast du schon einiges eingekauft, stimmt’s?!

Zur Sicherheit hier noch mal eine Auflistung von dem, was beim Einzug deiner Katze vorhanden sein sollte, und ein paar kurze Anmerkungen dazu. Natürlich kann ich hier nicht auf alle von Haushalt zu Haushalt individuell verschiedenen Dinge eingehen, wie z.B. eine Katzenklappe oder ein Schutznetz für den Balkon. Aber für die ersten Tage mit deinem neuen Familienmitglied solltest du mit meiner Aufzählung gut gerüstet sein! (Zur Notfallapotheke folgt in Kürze übrigens noch ein gesonderter Beitrag!)

Am Ende dieses Artikels gibt es dann eine zusammengefasste Checkliste – Ungeduldige können also einfach runterscrollen 🙂

Nahrung

Klar, die Katze braucht natürlich was zu essen! Am besten fütterst du noch ein paar Tage lang das Futter, das deine Katze bisher gekannt hat. So nach und nach gibst du dann immer mehr von dem Futter dazu, das du zukünftig füttern möchtest. Die Umstellung ist für die Katze dann leichter und es kommt viel seltener zu Verdauungsproblemen.

(Wenn deine Katze ein spezielles Diätfutter brauchen sollte, musst du ihr das natürlich weiterhin geben.)

Unterlage für die Futternäpfe

Katzen nehmen gern mal ein bisschen Futter aus dem Napf (vor allem bei größeren Stücken), legen es neben dem Napf wieder ab und zerkauen es da dann ganz gemütlich. Es gibt also öfter mal Sauerei rund um die Futterschüssel. Deshalb sind abwaschbare Unterlagen für die Futternäpfe sehr wichtig. Am besten sind die Unterlagen mit erhöhtem Rand*, falls im Eifer des Gefechts mal wieder der Wassernapf überschwappt – das passiert besonders gern bei bei zwei oder mehr jungen Katzen, die auch am Fressplatz plötzlich mal der Übermut packt, und die dann „Kitten-Wrestling“ neben dem Wassernapf spielen. Und manchmal aus Versehen auch mittendrin!

Standfeste Futternäpfe

Katzen, die sich gut vertragen, fressen oft gemeinsam aus demselben Napf. Da braucht man dann natürlich einen etwas größeren als bei nur einer Katze, damit alle Katzenköpfe auch rankommen. Drei Näpfe sind das absolute Minimum, das man für eine Katze haben sollte (einer für Trockenfutter, einer für Nassfutter, einer für Wasser) – ich habe deutlich mehr, zumal ein Teil der Näpfe ja immer gerade in der Spülmaschine steckt!

Nicht nur beim Verfüttern von Trockenfutter ist übrigens ein stets gefüllter Wassernapf sehr wichtig. Bitte gib der Katze keine Milch, das verursacht meist Durchfall!

Und damit sind wir auch schon beim nächsten Thema:

Katzenklo (mit Schäufelchen)

Jede Katze braucht ein eigenes Katzenklo. In einem Mehrkatzenhaushalt gilt sogar die Regel: Pro Katze eine Katzentoilette plus ein Klo zusätzlich. Du kannst dir jetzt also so ungefähr ausrechnen, wie viele Katzenklos bei uns im Haus zu finden sind 🙂

Zugang muss jederzeit möglich sein. Ein Katzenklo hinter einer geschlossenen Badezimmertür nützt der Katze vor der Tür recht wenig …

Übrigens brauchen auch Freigänger eine Katzentoilette im Haus, zumal die Katze während der Eingewöhnungszeit ja eh noch nicht raus darf.

Katzenstreu

Ich bevorzuge staubarme, klumpenbildende Katzenstreu, weil das die Reinigung sehr erleichtert.

Jede Katze braucht ein Katzenklo

Streu-Behälter

Damit du nicht bei jeder Reinigung der Katzentoilette zum Müll rausrennen musst, empfiehlt sich ein gut schließender Eimer, der mit einer stabilen Plastiktüte (Einkaufstüte) ausgelegt ist und der neben dem Katzenklo steht. Da kannst du mit dem Schäufelchen die „gebrauchte“ Streu direkt einfüllen und den Eimer wieder verschließen. Und erst wenn der voll ist, musst du dich auf den Weg zur Mülltonne machen. Um Geruchsbelästigung zu vermeiden, ist es aber wirklich wichtig, dass der Eimer gut schließt. Wir verwenden bei uns einen einfachen Windeleimer* für diesen Zweck. Und falls es bei hochsommerlichen Temperaturen doch mal ein bisschen riecht, streue ich einfach etwas Katzenklo-Deo mit in den Eimer.

Vorleger für die Katzentoilette

Wenn die Katze aus dem Klo klettert, in dem sie gerade noch fröhlich rumgescharrt hat, dann hat sie meist noch etwas Streu an den Pfötchen hängen – je feiner das Streu, desto mehr trägt die Katze raus. Und weil diese Katzenstreukrümel ja auch noch besonders gut an den Socken der vorbeigehenden Zweibeiner kleben, verteilt es sich rasch in der ganzen Wohnung. Ein guter Vorleger*, an dem die Streuklümpchen auch wirklich hängen bleiben, erspart eine Menge Putz-Zeit und lohnt sich auf jeden Fall!

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Kratzbaum

Für Freigänger eine richtig schöne Sache, für Wohnungskatzen aber auf jeden Fall völlig unverzichtbar: Mindestens ein ausreichend großer Kratz- und Kletterbaum!

Bereits die Babys klettern und toben mit Begeisterung am Kratzbaum herum und nutzen auch die Plattformen, Hängematten und Kuschelhöhlen daran gern für ein Nickerchen – bevor es dann frisch ausgeruht wieder weitergeht und der Kratzbaum erneut in den abenteuerlichsten Positionen erklettert wird!

Kratzbäume gibt es in den verschiedensten Größen, Farben und Formen. Besonders beliebt sind breite Kratzbäume, die viel Platz zum Toben bieten. Und auch die ganz hohen Kratzbäume kommen hervorragend an – die oberste Plattform ist ein heiß begehrter Schlafplatz!

Kuschelhöhlen und Katzenbetten

Nun, ob man das wirklich braucht … darüber kann man geteilter Meinung sein.

Unsere Katzen nutzen ihre im Haus verteilten Katzenbettchen zwar relativ häufig, aber ein Platz auf dem Sofa, dem Kratzbaum oder im Bett ist mindestens genauso beliebt. Gerne rollen sie sich auch mal in der offenen Sockenschublade, im Dreckwäschekorb, in der Altpapier-Sammelbox oder auch im randvoll gefüllten Papierkorb zusammen. Also überall da, wo sie es gerade gemütlich und kuschlig finden.

Der schönste Platz für deine Katze ist und bleibt natürlich immer dein Schoß!

Es kann passieren, dass die liebevoll ausgesuchten Katzenbettchen unbeachtet einstauben … da die meisten mit ihren hübschen Mustern aber total niedlich aussehen, kann man sie immer noch als nette Wohnungsdeko rumliegen lassen 🙂

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Spielzeug

Es gibt Unmengen an Katzenspielzeug – und mit dem meisten davon haben die Katzen tatsächlich großen Spaß! Manches jedoch bereitet vermutlich uns Menschen mehr Freude als den Katzen 🙂

Katzen spielen bis ins hohe Alter! Wohnungskatzen spielen viel mehr als Freigänger, die ihre Abenteuerlust, ihren Bewegungsdrang und auch den Jagdtrieb meist draußen ausleben.

Um Fellmäuse, verschiedene Bälle und diverse Katzenangeln kommst du jedoch auch bei Freigängern kaum herum. Auch „Stinke-Kissen“ sind bei den meisten Katzen sehr beliebt und Intelligenz- und Geschicklichkeitsspiele sind gerade für Wohnungskatzen eine große Bereicherung.

Viele Spielsachen lassen sich natürlich auch selber machen (Bastelanleitungen folgen in den nächsten Wochen hier im Blog!) und Katzen suchen sich auch gern selbst etwas Unterhaltung, klauen z.B. zerknüllte Papierbälle aus dem Papierkorb und kicken diese dann durch die Gegend.

Achte aber immer darauf, dass die Katzen keine Kleinteile verschlucken können oder sich in ihrem Spielzeug verwickeln oder gar damit erdrosseln können – Wollknäuel z.B. sind für Katzen entgegen der landläufigen Meinung eher nicht geeignet.

Transportbox

Schon gleich am ersten Tag brauchst du eine Transportbox für deine Katze – schließlich musst du sie ja sicher zu dir nach Hause holen. Natürlich ist die Box auch für Tierarztfahrten einfach unerlässlich.

Achte darauf, dass die Transportbox ausreichend groß und vor allem auch gut zu reinigen ist. Transportkörbe aus Weide sind z.B. zwar wunderschön anzuschauen, aber im schlimmsten Fall (ich sag nur: Durchfall und Erbrechen auf der Fahrt zum Tierarzt …) ist das Weidengeflecht nur sehr schwer wieder richtig sauber zu bekommen.

Kunststoff-Transportboxen lassen sich da leichter reinigen und, falls erforderlich, auch gut desinfizieren.

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Noch ein Wort zu Halsbändern, Leinen und Kleidung für Katzen

Meine Katzen tragen keine Halsbänder, ich benutze keine Leinen für sie und Kleidung bekommen sie erst recht nicht aufgezwungen.

Wenn du nicht gerade eine Nacktkatze hast, bei der wärmende Kleidung nötig sein kann und die von Babybeinen an daran gewöhnt ist, dann solltest du deiner Katze keine Kleidung anziehen. Sie wird sich darin nicht wohlfühlen! Außerdem nimmst du ihr damit einen wichtigen Teil ihres typischen Katzenverhaltens: Sie kann an den Stellen, an denen die Kleidung ist, ihr Fell ja nicht putzen und säubern. Also erspar ihr bitte das niedliche Sweatshirt mit dem lustigen Aufdruck – oder gar die Halloween- und Weihnachts-Verkleidung, die man in so vielen „lustigen“ Facebook-Videos sehen kann. So etwas grenzt in meinen Augen schon an Tierquälerei.

Eine Katze mit Freigang sollte erst recht keine Kleidung tragen – Katzen kriechen gern irgendwo rein oder durch, sie klettern auf Bäume und durch Gebüsche. Und die Gefahr, dass die Katze mit ihrem schicken Mäntelchen hängen bleibt und in eine lebensgefährliche Situation gerät, ist immens!

Katzen brauchen keine Halsbänder. Wenn deine Katze (aus welchen Gründen auch immer) dennoch unbedingt ein Halsband tragen soll, dann achte bitte darauf, dass das Halsband einen Sicherheitsverschluss hat, damit die Katze sich befreien kann, falls sie sich irgendwo mit dem Halsband verfängt. Es haben sich leider schon viele Katzen auf diese Weise erdrosselt. Und wenn ein Glöckchen dran ist, dann entferne es bitte umgehend! Das ständige Gebimmel bei jedem Schritt ist für die empfindlichen Katzenohren unerträglich, denn sie hören das um ein Vielfaches lauter als wir Menschen.

Es kann unter (seltenen) Umständen nötig sein, eine Katze an Geschirr und Leine zu führen. Mach das aber bitte nur, wenn du die Katze von klein auf sehr liebevoll und geduldig daran gewöhnt hast!


So, und hier kommt nun die Checkliste für die erste Grundausstattung!

  • gutes Katzenfutter
  • standfeste Futternäpfe
  • Unterlage für Futternäpfe
  • Katzenklo (mit Schäufelchen)
  • Katzenstreu
  • Streu-Behälter
  • Vorleger für Katzentoilette
  • Kratzbaum
  • Kuschelhöhle oder Katzenbett
  • Spielzeug
  • Transportbox

Hab ungeheuer viel Freude mit deinem neuen Familienmitglied!

Ich wünsche euch ein tolles gemeinsames Leben mit vielen unvergesslichen Momenten!


Fehlt noch etwas, das für deine Katze total wichtig ist und das unbedingt mit auf die Grundbedarfs-Liste sollte? Gerne nehme ich deine Tipps in den Kommentaren entgegen!

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Herzliche Grüße!

Saly von miniKatz

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