Miri

Miri im siebten Himmel ?! Meine Schöne testet Pheromone.

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Miri wird kastriert. Morgen. Eigentlich keine große Sache, sollte man meinen, ist ja schließlich ein Routine-Eingriff für jeden Tierarzt.

Nun ist unsere Miri aber eine außergewöhnliche Katze – und mit „Routine“ gibt sich unsere Schöne nicht zufrieden!

Als Miri im Alter von ca. vier Wochen gefunden wurde, war sie (wie ihre Geschwister) gesundheitlich ziemlich angeschlagen. Augen entzündet und so … und außerdem hatten sie alle so richtig gemeinen Durchfall. Bei solchen Winzlingen ist das echt eine gefährliche Erkrankung, und wir kamen um tägliche Autofahrten nicht herum: Die nötigen Medikamente per Spritze verabreichen kann und darf ich hier auf der Pflegestelle natürlich nicht!

Das Mirilein erfüllt das Rollenklischee des „typischen Mädchens“ … sie interessiert sich nicht sonderlich für Autos.

Miri

Und schon gar nicht für solche, die auf einmal laut losbrummen, dann so komisch hin- und herwackeln und sie schließlich an einem unheimlichen Ort wieder ausspucken, wo dann auch noch ein blöder Pieks auf einen wartet!

Unsere Miri wird seekrank. Echt. Im eigentlich gemütlichen Transportkorb wird ihr während der Autofahrt erst ganz komisch, dann noch komischer … und dann muss sie sich übergeben. Während ihrer Erkrankung damals kam dann auch noch Stress-Durchfall dazu … ihr könnt euch vermutlich so ungefähr vorstellen, wie die Kleine aussah, als sie aus der Transportbox geholt wurde! Das Babyfellchen völlig verschmiert, der Kreislauf total am Boden …

Ich erspare euch weitere Details des damals täglich notwendigen Wahnsinns, aber ihr versteht bestimmt, dass unsere Schöne das alles jetzt nicht so gut fand. Milde ausgedrückt. Sie reagiert seitdem sehr gestresst (nicht aggressiv, aber ängstlich), wenn sie ins Auto eingeladen wird.

Miris Fazit ist eindeutig: Autofahrt?!?! Ohne mich!

Tja. Nun wird Miri aber kastriert. Morgen. Und wir kommen da nur mit dem Auto hin.

Miri

Katzen produzieren Pheromone. Das sind „Duft-Botenstoffe“, die unter anderem auch der Kommunikation der Katzen untereinander dienen. Bestimmt hast du schon mal beobachtet, dass eine Katze „Köpfchen gibt“, also ihren Kopf wohlig an Gegenständen oder auch an ihrem Menschen oder an anderen Katzen reibt. Wenn sie das macht, dann verteilt sie Pheromone, die in ihren Backendrüsen gebildet werden. Wir Menschen können das nicht riechen, Katzen jedoch schon. Der Duft dieser Pheromone sagt: Hier fühl ich mich total wohl, sicher und geborgen!

Pheromone aus den Backendrüsen sind also fast so eine Art „Glücks-Droge“, denn wenn die Katze später wieder zurückkommt und den Duft wahrnimmt, empfindet sie auch wieder das damit verbundene Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit!

Hmmmmm … das ist doch genau das, was meine Miri braucht! Einen Duft, der sie ganz tiefenentspannt und gechillt macht, damit sie ohne Stress zu ihrer Kastration kommt! Aber wo krieg ich die Pheromone her? Ich kann die Backendrüsen ja schließlich nicht zwingen, ihren tollen Wohlfühl-Duft auf Kommando zu produzieren …

Ihr werdet es nicht glauben: Dass man mit Pheromonen Einfluss auf die psychische Verfassung einer Katze nehmen und vor allem in Stress-Situationen unterstützend auf die Katze einwirken kann – das fanden schon andere Leute faszinierend! Und wie findige Wissenschaftler nun mal sind, haben sie doch tatsächlich rausgefunden, wie man diese Pheromone synthetisch herstellen und Katzenhaltern zugänglich machen kann! Ist das nicht der Wahnsinn?

Dass ich das für Miri ausprobieren wollte, ist ja wohl logisch! Seit zwei Tagen bereits ist also ein Pheromon-Zerstäuber* in einer Steckdose des Arbeitszimmers hier eingesteckt und verteilt Katzen-Wohlfühlduft.

Ich bin natürlich neugierig und hab auch dran geschnuppert – ich riech da aber tatsächlich überhaupt gar nix! Dabei könnte ich bei nasskaltem November-Wetter so ein bisschen Wohlgefühl doch auch ganz gut gebrauchen …

Und die Katzen? Sie halten sich eh sehr gern hier im Arbeitszimmer auf und haben beim Köpfchengeben schon eine Menge natürlicher Pheromone aus ihren Backendrüsen an Regalen, Stuhlbeinen, Türrahmen, dem PC und was weiß ich wo noch überall verteilt. Sogar Miris Transportbox, die ich für diesen Versuch schon im Zimmer bereitgestellt habe, duftet bereits nach „Hier isses aber schöööön!“.

Miri wirkt sehr entspannt – aber das ist sie eigentlich immer, wenn sie nicht im Auto mitfahren muss. 🙂 Im Moment kann ich also noch nicht viel dazu sagen, ob diese synthetischen Pheromone* wirklich was bringen.

Morgen weiß ich mehr. Denn da wird Miri kastriert. Und wir kommen da nur mit dem Auto hin.

Ich erzähl euch dann, wie’s gelaufen ist! – (Und hier kommt nun Teil 2!)

Saly von miniKatz

P.S. Hast du auch eine Katze, die in bestimmten Situationen stressanfällig ist? Wie hilfst du deinem Tier, damit umzugehen? Ich würde mich freuen, wenn du in den Kommentaren davon berichtest, ich lerne immer gern dazu!

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